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Nimbus

Februar 2nd, 2012

Längere Schreibpause. Das liegt vor allem auch daran, dass ich angefangen hab Tagebuch zu schreiben. Es gibt einfach ein paar Dinge die zu persönlich für einen Blog sind, die aber irgendwie raus müssen. Mit handschriftlichen Dingen bin ich nicht so bewandert. Aus diesem Grund hab ich mir eine süße kleine Tagebuchsoftware installiert und tippe jetzt fast täglich meine Gedanken in das Büchlein. Das tollste ist, dass man nicht auf Rechschreibung oder Grammatik achten muss…

Neuigkeiten gibt es allerdings und die sind erfreulich. Ich habe einen neuen Laptop! Ein wunderschönes 13″ MacBook Pro mit viel Bums und Lion. *HAPPY* Ich hab Nimbus (so heißt er) mit gemischten Gefühlen gekauft. Auf der einen Seite war ich total aufgeregt ein neues Spielzeug zu haben und ihn mal wieder von Anfang an alleine einzurichten. Auf der anderen Seite geht das natürlich ordendlich ins Geld und mein armer kleiner Quentin hat jetzt ausgedient. Er hat mir 4 Jahre lang treue Dienste geleistet und ich hatte nie irgendein Problem mit ihm. Er ist mir schon nach Hawaii und andere ferne Orte gefolgt. Nur hat er jetzt am Ende den Geist aufgegeben sowohl von der Harware Seite als auch von der Sofware… irgendwie sterben alle meine Laptops an Touchpadkrankheiten. Ich kann es mir auf jeden Fall nicht leisten das mein Laptop in Australien abkackt. Deswegen hab ich mich entschieden einen neuen zu besorgen bevor Quentin engültig tot geht. Naja. Ich werd nie die Zeit vergessen in der ich WoW auf Quentin gespielt habe. Auf zwei Bücher gebettet und das Fenster auf damit der gekühlt wird :-D andernfalls hätte ich das Spiel nur als Slideshow wahrnehmen können. RIP Quentin! Mal sehen ob Nimbus in deine Fußstapfen treten kann!

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Mistborn

Dezember 31st, 2011

[keine Spoiler!]

Bin heute fertig geworden mit der einer Serie von Büchern einer ganz besonderen Art. Ich fand es passend die letzten Seiten des dritten Buches am letzten Tag dieses Jahres fertig zu lesen, auch wenn es nicht so geplant war. Ich hätte schon viel früher fertig werden sollen, aber erst jetzt hab ich die Ruhe gefunden den Büchern meine gesamte Aufmerksamkeit zu schenken. Die Rede ist von der Mistborn Trilogie von Brandon Sanderson:

Sanderson-MistbornTrilogyUK[6]

Die Bücher hab ich Donald zu verdanken. Er hat sie mir aus England mitgebracht, weil er weiß wie gern ich Fantasy lese. Und er hatte Recht mit seiner Vermutung. Von den ersten Seiten an war ich fasziniert Sandersons Welt. Mistborn klingt für Deutsche vielleicht etwas irreführend, aber es hat nichts mit dem deutschen Wort Mist (wie Misthaufen zu tun). ‘Mist’ bedeutet im Englischen ‘Nebel’. Also könnte man Mistborn in etwa zu ‘Nebelgeboren’ übersetzen. Das klingt allerdings total bescheuert, denn ‘Mist’ ist nicht irgendein Nebel. Es ist die Art von Nebel die dick und feucht in Flusssenken sitzt und in Schwaden übers Land gleitet. Deswegen gibt es im Englischen auch zwei Worte für Nebel: Fog und Mist. Und deswegen ist es im Deutschen auch so schwierig ‘Mist’ zu beschreiben, denn Nebel trifft es nicht wirklich.

Aber worum geht es eigentlich wirklich in dem Buch. Keine Angst ich werde nichts verraten, was einem das Lesen verderben würde. Es geht auf den ersten Blick um Metalle. Metalle und ihre Legierungen. Ich schwöre ich habe noch nie so viele Vokabeln über Metalle in einem Buch gelernt. Da gibt es die Wörter die jeder vielleicht schonmal gehört hat wie iron, steel, copper, bronze, zinc und alluminum. Aber es gibt auch brass, pewter, tin und nicht zu vergessen die Metalle die neu erfunden wurden wie atium oder duralumin. Die Metalle verkörpern Kraft. Es gibt ein paar Menschen, die können sie verwenden um aus ihnen gewisse Eigenschaften zu ziehen. Wie körperliche Kraft um den Menschen stärker und schneller zu machen, aber auch Sinneswahrnehmungen, wie hören sehen riechen können erhöht werden. Dazu gibt es noch äußerliche Attribute, die man aus den Metallen ziehen kann, wie zum Beispiel das bewegen von Metallen. Diese Menschen nennt man Mistlings, wenn sie nur eins der Metalle benutzen können, oder Mistborn wenn sie alle Metalle verwenden können. Ich fang jetzt nicht an aufzulisten was jedes Metall kann, das könnt ihr auch der Wikipedia Seite nachlesen. Aber jedes Metall hat ein Gegenstück – seine Legierung – die die gegenteilige Kraft besitzt. So kann man mit Eisen zum Beispiel andere Metalle von sich wegdrücken, wärend Stahl erlaubt die Metalle an sich heranzuziehen. Und während man mit Zink die Emotionen eines anderen verstärken kann, so kann Messing die gewünschten Gefühle einfach ausglätten und sie schwächer machen. Und das ist die Schönheit an dem Buch und das worum es eigentlich geht. Es geht um Konsequenzen. Zu jeder Aktion gibt es eine Reaktion. Wenn man ein einem Metall drückt so muss man genau einschätzen können wie schwer das Objekt ist und wie schwer man selbst. Ist das Objekt schwerer als du, so wird man von dem Objekt weggedrückt. Ist es leichter, so schießt das Objekt von einem weg. Reine Physik. Und das zieht sich eigentlich durch das gesamte Buch. Alles hat eine Konsequenz und jede Handlung eine Folge. Wunderschön.

Die Geschichte spielt in einer Welt, die seid tausend Jahren schon von einem Tyrannen regiert wird, der von allen nur ‘Lord Ruler’ genannt wird. Diese Welt sah vielleicht vor vielen Jahren so aus wie unsere. Heute aber regnet es fast täglich graue Asche, der Himmel ist bedeckt mit Aschewolken und die meiste Zeit schwarz und die Sonne ein einziger roter Feuerball. Die Pflanzen sind braun doch die Menschen scheinen damit leben zu können. Sie kennen nichts anderes. Der Lord Ruler unterdrückt den Großteil der Menschen. Sie werden Skaa genannt. Nur eine kleine Gruppe genießt seine Gunst, die sogenannten Nobelmen. So ist es schon seid Menschengedenken. Die Skaa dienen, die Nobelmen regieren, aber alle hören sie auf IHN. Aber die Zeit der Veränderung ist gekommen!

Die Hauptperson des Buches ist eine Frau. Natürlich einer der Gründe warum ich die Geschichte so mochte. Ihr Name ist Vin und sie ist Mistborn. Sie hat also die Fähigkeit alle Metalle zu nutzen, muss aber erst lernen damit umzugehen, denn wie ich vorhin angedeutet habe ist es nicht so einfach die Kräfte richtig anzuwenden. Man muss immer an die Konsequenzen denken. Zusammen mit einer Gruppe von Ausgestoßenen und Dieben kämpft sie gegen das tausendjährige Regime des Lord Rulers.

Wie gesagt eine wunderschöne und fesselnde Geschichte. Meiner Meinung nach der nächste Herr der Ringe! Dieses Buch bietet soviel Potential einen richtig tollen Film drauß zu machen. Bitte Peter Jackson! Es gibt unheimlich rasante Action, tolle Kampfszenen und Kreaturen das Herz jedes Filmegraphikers höher schlagen ließen. Ich hab sie auf Englisch gelesen und hab keine Ahnung wie sie auf Deutsch sind. Deswegen würde ich jedem empfehlen, der es kann, die Bücher in der Originalsprache zu lesen. Denn ‘Mistborn’ und ‘pweterdrag’ klingt einfach viel besser als ‘Nebelgeboren’ und ‘Hartzinnschleppe’. ;-)

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Winterkunst

Dezember 30th, 2011

Die Feiertage bringen mal wieder viel Zeit um Dinge zu tun für die man sonst keine Zeit hat. Wie zum Beispiel mit Inkscape rumspielen. Die Geschwindigkeitskarte hier hab ich schon vor einiger Zeit gemacht. Es ist witzig. Einige sehen sofort, was es darstellen soll, andere kommen bis zum Schluss nicht drauf. Was sehr ihr? Ich hatte schon alles, von ‘decoupled core’ zu ‘binary stars’. Einer in meiner Gruppe hatte sogar einen Anfall bekommen weil er dachte ich arbeite an seinen Daten… er hat überhaupt nicht gecheckt das es ein Scherz war. Vollkommen bescheuert!

christmas

Das andere Bildchen hab ich mit Hilfe eines Inkscape Tutoriums (hier zu finden) gemacht. Das Tutorium ist nicht wirklich detailliert und für Anfänger eigentlich nicht geeignet, aber ich war stolz das ich es ohne Probleme hinbekommen habe. Die vielen Tage die ich mit Inkscape herumgespielt habe, haben sich also doch ausgezahlt. Tutorien zu folgen ist immer der beste Weg ein Programm kennenzulernen und all seine versteckten Tricks zu ergründen. Auf dem Originalbild sagt der kleine Schneemann übrigens etwas: “… и шарфика”

snow

Ich hab eine weile rumgegoogelt und herausgefunden, dass es sowas wie “… und Schal” heißen könnte. Nur Schal ist im russischen “шарф”. Mich würde interessieren was die Endung “ика” in diesem Kontext zu bedeuten hat. Vielleicht kann mir einer der russischsprachigen Leser helfen ;-)

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Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass…

Dezember 15th, 2011

… ich an einem Dienstag Abend mit dem Polizisten, der meinem Bruder vor einer Weile wegen Trunkenheit am Steuer den Führerschein abgenommen hat, einen Cocktail trinke?

Sehr gering glaub ich. München ist ein Dorf! Der Polizist war mit mir seit drei Monaten im gleichen spanisch Kurs und wenn man anderthalb Stunden in der Woche versucht ‘estar’ und ‘ver’ auseinander zuhalten, dann kommt man wohl nicht sehr oft auf andere Themen zu sprechen. Am Dienstag hatten wir aber unser Abschiedstreffen von dem Kurs und da kam man ins Gespräch. Und nur weil eine andere Teilnehmerin aus Polen kam, kamen wir irgendwann auf das Thema von polnischen Autos in München. Und nur deswegen hab ich erwähnt das mein liebster Bruder den Führerschein losgeworden ist, weil er betrunken gefahren ist und erwischt wurde, weil er ein polnisches Auto gefahren ist. Daraufhin die Bemerkung: ‘Ja da hatten wir auch mal einen… so eine schwarze E-Klasse…voller Leute und dann haben sie das Auto wegen einer Wegfahrsperre nicht mehr anbekommen…’ Das war zu viel! Wir haben uns tot gelacht, als langsam raus kam das wir vom gleichen Ereignis sprechen und ich hab mich echt gefragt: Wir groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert???

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N-Körper Simulationen…

Dezember 11th, 2011

Soooo cool! Das Video kommt aus einem kleinen IDL N-Körper Code an dem ich in meiner “Freizeit” herum gebastelt habe. Dieser kleine Spielzeugcode macht im Grunde genau das, was die großen N-Körper Simulationen mach um unsere Kugelsternhaufen zu simulieren. Nur mit viiiiel mehr Sternen. Wir verteilen die Sterne im Raum, geben ihnen Geschwindigkeiten, Massen und sogar Alter und lassen das ganze System sich nach den Gesetzen der Gravitation entwickeln. Ihr seht, dass mit so wenig Sternen die ich in diesem Code habe (dabei sind es immerhin schon 1000!) der Haufen nicht lange lebt und sich aufgrund so genannter zwei-Körper-Relaxation schnell auflöst. Dennoch sehr schön anzusehen :-)

nbody

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GUTE und SCHLECHTE Dinge

Dezember 4th, 2011

GUTE DINGE:

Die Guten Dinge sollte man immer zuerst nennen: Ich fahren im Juni in den Vatikan für einen ganzen Monat!!! Warum? Weil ich für die Vatican Summer School 2012 aufgenommen wurde. Ihr wundert euch jetzt sicher was der Vatikan mit Astronomie zu tun hat, aber die leben ja auch nicht hinter dem Mond. Die Sternwarte des Vatikans ist sogar eine der ältesten überhaupt und hat eine lange Geschichte. Wenn ihr mehr wissen wollt dann schaut euch einfach mal auf der Homepage um (ja einige dieser Statements sind vielleicht etwas seltsam aber sie betreiben sehr gute Wissenschaft dort). Ich wollte eigentlich etwas über diese Summerschool an sich erzählen. Die VOSS, wie sie genannt wird, ist eine spezielle Schule für Astronomiestudenten in den verschiedensten Stadien ihres Studiums bzw. Promotion und findet aller zwei Jahre statt. Aber das macht sie noch nicht so besonders. Normalerweise versuchen die Veranstalter die sich bewerbenden Studenten so auszuwählen, das möglichst viele Nationen vertreten sind. Dieses Jahr sind es unter den 25 Teilnehmern 23 Nationen! Schon cool. Wir werden Vorträge hören und Vorlesungen besuchen, aber auch selbständig arbeiten und kleine Projekte haben und das alles mitten in Rom im Juni. Ich freu mich riesig!

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Zweite gute Nachricht: Die Flüge nach Australien sind gebucht. Ende Februar geht es los. Alle Flüge sind mit den Emirates und ich bin echt gespannt auf diese Fluglinie, denn ich hab schon viel Positives von ihr gehört. Jetzt muss ich nur noch eine Unterkunft für die Zeit finden. Ich freu mich auf Australien, aber auch auf die Arbeit. Endlich darf ich N-Body Simulationen lernen und hoffentlich mehr elbständig arbeiten können in der Zukunft.

SCHLECHTE DINGE:

Das bringt mich auch gleich zu meinem Frustrationspunkt der Woche: Mein Paper. Es geht um NGC 2808 mit dem wir im Grunde das gleiche gemacht haben wie mit meinem ersten Kugelsternhaufen NGC 6388 und es sieht nicht nach einem Schwarzen Loch aus. Das Paper ist bereits seit August geschrieben und im Oktober habe ich es an meine Gruppe geschickt. Jetzt ist es Dezember und es gibt einen speziellen Menschen in unserer Gruppe (eigentlich gibt es mehrere aber darauf will ich jetzt nicht weiter eingehen), der es sich anscheinend zur Aufgabe gemacht hat mir das Leben schwer zu machen. Ich glaube er schaut sich das Paper nicht vor dem Tag an, an dem die Deadline die ich gesetzt habe ausläuft. Dann braucht er einen weiteren Monat um seine Kommentare aufzuschreiben um dann die e-Mail mit den schon geschriebenen Kommentare (ausversehen) zu löschen… Das heißt ich sitze also in der ESO wo mir jeden Tag erzählt, das ich veröffentlichen muss, weil ich sonst keinen Job bekomme und ich kann mein Paper nicht einreichen. Das ist frustrierend.

Mit der anderen Situation komm ich leider auch noch nicht 100% klar. Es gibt gute und schlechte Tage. Ich hab mich schon dabei ertappt, das ich mich einen ganzen Nachmittag in der Bibliothek verstecke, nur um nicht in meinem Büro zu sein. Das macht mich nicht besonders Stolz muss ich sagen. Ich hoffe ich bekomme das im nächsten Jahr in den Griff. Ich muss mich einfach ein bisschen mehr zusammenreißen.

Zum Abschluss noch mal etwas positives. Darf ich euch Molla, den kleinen (weiblichen?) Steinkauz ihre Freunde vorstellen.

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Verschiedenes

November 23rd, 2011

Post:

Habe ich mich aufgeregt letzte Woche! Die Post in der Agnesstraße ist einfach die größte Fehlkonstruktion die es gibt! Da bestell ich mein Zeugs schon im Internet damit ich nicht durch die Gegend rennen muss, wofür ich auch gar keine Zeit habe, und dann liefert der Depp von Postbote es in diesen Chaoshof ab. Ich wette er hat nicht mal versucht es bei meinen Nachbarn abzugeben. Da das Packet sehr groß war, musste ich mit dem Auto hinfahren um es abzuholen. Leider gibt es in dieser Miststraße null Parkplätze. Nachdem ich mich also in eine Ausfahrt gequetscht habe aus der mir fröhliche ‘WIR SCHLEPPEN SIE AB’ – Schilder entgegenblinken, sause ich in die Post. Nur schnell ein Paket abholen das geht ja schnell … Gaaanz falsch! Die Schlange ging fast vor die Tür! Es ist 20 Minuten vor Ladenschluss und es sind vier von acht Schaltern besetzt. UND MAN KANN DEN MENSCHEN BEI DER ARBEIT DIE SCHUHE BESOHLEN! Mal im Ernst, wenn die Wissenschaftler so langsam arbeiten würden, dann hätten wir heute noch das ptolemäische Weltbild… 30 Minuten später hatte ich dann endlich mein Paket, eine Stinkwut auf die Post und die tolle Aussicht die nächsten Tage dort wieder hinzumüssen, da ich eine der beiden Jacken wieder zurückschicken musste.

Vorträge:

Davon hatte ich ja nun echt genug in letzter Zeit. Drei Vorträge innerhalb zwei Wochen und dabei hab ich in meiner längeren inaktiven Phase schon fast Sehnsucht nach Vorträgen gehabt. Interessant war, dass die Vorträge alle von sehr unterschiedlicher Natur waren. Da hatte ich zuerst einen 12 min Vortrag für Physikerinnen aber keine Astronomen über meine Arbeit. Dann kam ein 45 min Vortrag für eine 11. Klasse Gymnasium, die ein bisschen weniger an Physikhintergrund hatten über Schwarze Löcher und zuletzt ein 5 min Vortrag über Shotnoise (das zu erklären würde jetzt zu lange dauern) vor den restlichen Studenten und Fellows an der ESO. Jetzt bin ich erstmal wieder Vortrag – geheilt. Es ist schon immer erstaunlich wie viel Arbeit ich sogar in die kleinen Vorträge stecke. Aber wenn die Bilder nicht alle auf einer Linie liegen oder von schlechter Qualität sind, dann kann ich den Vortrag nicht richtig halten. So viel Zeit muss einfach sein. Hier was zum Lachen: Der Hawking Effekt mal anders:

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15. Deutsche Physikerinnentagung = Emanzentreffen?

November 9th, 2011

Die Reaktionen die man bekommt wenn man sagt man fährt zur Physikerinnentagung sind meistens so wie im Titel beschrieben. Ich muss auch ganz ehrlich zugeben, dass auch ich nicht wirklich frei von Vorurteilen war. Aber ich bin immer der Meinung: man kann eigentlich nicht drüber urteilen, bevor man sich nicht selbst ein Bild gemacht hat. Also plante ich am Donnerstag 6.30 Uhr in den Zug zu steigen und nach Saarbrücken zu fahren. Ich hatte auch einen Vortrag bekommen und sollte Moderator (Chair) einer der Sessions sein. Das kam mir auch gerade recht, denn ich musste mal wieder weg vom Computer.

Leider wachte ich an dem besagten Donnerstag erst genau 6.30 auf und startete damit meinen Unglückstag. Ich bin ja echt nicht abergläubisch und auch immer der Meinung, dass wenn man das seinen Unglückstag nennt, dann wird es nur noch schlimmer, aber DAS war wirklich nicht mein bester Tag. Ich hatte also den Zug verpasst, aber (und das widerspricht jetzt der Theorie des Unglückstags) zum Glück ein Ticket der Deutschen Bahn, was mir erlaubte mit jedem Zug zu fahren. Also nahm ich den ICE eine Stunde später und hatte auch ohne Reservierung kein Problem einen platz zu finden. So weit so gut: Da dachte ich bereits das das mit dem Unglückstag alles Blödsinn ist. Zu früh gefreut… in Mannheim stellte sich heraus das der nächste blöde Bummelzug erst in zwei Stunden nach Saarbrücken fährt… Also Café gesucht und weiter an einem Vortrag gearbeitet. Achso, das war übrigens der Grund warum ich an dem Tag verschlafen hab. Ich war nämlich blöd genug auf einen Anfrage ob ich denn schnell für jemanden einspringen könnte der einen Vortrag über Schwarze Löcher für eine Schulklasse halten wollte am kommenden Mittwoch zuzusagen. Nun musste ich also in kürzester Zeit so einen Vortrag aus dem Ärmel schütteln und deswegen saß ich am Vortag auch noch bis nachts um 2 am Computer. Aber zurück nach Mannheim. Ich hatte auch noch ein anderes Problem. Ich hatte kein Bargeld mehr und wollte welches abheben. In München war der einzige Sparkassenautomat am Hauptbahnhof (natürlich) außer Betrieb und ich Mannheim hab ich mich auch dumm und dämlich gesucht. Es gibt nämlich an den Bahnhöfen immer nur diese blöden internationalen Automaten wo man 4 Euro zahlen muss um abzuheben. In Saarbrücken hatte ich dann langsam Panik und wollte nun doch nicht ganz ohne Bargeld rumlaufen, also hab ich mich dann doch einem dieser Automaten ergeben. Gerade als ich das Geld hatte und ich mit meinem Köfferchen um die Ecke wandelte, erleuchtete mich ein riesiges ‘Sparkasse’ Schild… Ich brauch ein App das mir Sparkassen findet!

Grummelnd suchte ich meinen Bus um zu dem etwas außerhalb liegendem Campus zu fahren. Dort erhielt ich meinen Schlüssel zum Zimmer und war auch schon fast wieder der Meinung das es jetzt mit dem Tag bergauf geht, wäre ich nicht beinahe Kopf vorwärts die blöde Treppe der Rezeption runtergepurzelt. Da war nämlich eine Stufe in der Mitte die eine andere Größe hatte. Nachdem ich mich also vor den Leuten dort lustig gemacht hatte viel ich total fertig auf mein Bett. Leider konnte ich dort nicht lange bleiben, denn die Tagung hatte eigentlich schon fast angefangen. Ich also mein Programm geschnappt und den Campus-Plan und bin wieder losgedackelt. Im Programm stand großer Physikhörsaal im Physikgebäude. Leider war dort absolut nichts. Nur ein Haufen Leute die für irgendeine Party vorbereitet haben. Ich bin dreimal hin und her gerannt und hab in die Hörsäle gelinst aber nichts! Frustriert befragte ich mein allwissendes iPhone und siehe da, die Säcke hatten den Veranstaltungsort geändert. :-( anscheinend hatten sie eine e-Mail an alle geschrieben, aber auf die Idee mal einen Zettel an den alten Ort zu hängen und zu schreiben das es geändert wurde sind sie leider nicht gekommen. Total verschwitzt und fertig erreichte ich dann doch noch das Tagungsbüro und konnte mir (zum Glück!!) die Eröffnungsveranstaltung samt sehr schiefen Cello-Einlagen anhören. Der erste Plenarvortrag war aber sehr spannend. Dann Sektempfang und erste Kontakte. Auf die Frage ob ich noch mit in die Stadt wolle um was zu trinken musste ich dann aber mit nein antworten weil ich einfach nur noch ins Bett wollte und diesen Tag vergessen. Leider war es mit der Unglücksreihe noch nicht vorbei, denn ich musste feststellen, dass sie vergessen hatten mir Handtücher zu geben. Das stellte ich allerdings erst das NACH dem Duschen fest … Luftrocknen mit Nassen Haaren ist äußerst unangenehm!

So! Aber das war der erste Tag und zum GLÜCK ist der auch irgendwann zu Ende gegangen. Die nächsten Tage waren um einiges angenehmer. Ich hab viele nette Mädels kennengelernt aus den unterschiedlichsten Physik Gebieten. Ich hab unglaublich spannende Vorträge von tollen Professorinnen über die verschiedensten Themen gehört. Ich weiß jetzt zum Beispiel wie man ultrakalte Moleküle mit Hilfe eines Lasers herstellt. Das Proteine in einer Zelle hin und her oszillieren und damit die längste Achse der Zelle finden um sie entlang dieser Achse zu teilen. Ich hab gelernt das Quantenverschränkung vom Beobachter abhängt und warum Leptogenese besser funktioniert als Bariongenese…

Außerdem gab es viele Vorträge und Seminare von erfolgreichen Frauen in der Physik die ihr Leben mit zwei und mehr Kindern perfekt managen. Es wurde auch Weisheiten weitergegeben wie Ellenbogen einsetzen und Kinder verschweigen ^^ … Ich hab schon lange keine so ehrlichen Erfahrungsberichte mehr gehört wie bei dieser Konferenz! Ich war wie gesagt sehr angenehm überrascht und hab mir selbst bewiesen das eine Physikerinnentagung keine Emanzenanhordung ist :-)

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Galaxy

Oktober 29th, 2011

Habe heute versucht meinen Vortrag für die Physikerinnentagung fertig zu stellen und bin dann ein bisschen in die Frustration abgerückt, da es doch nochmal was anderes ist einen Vortrag für ein nicht-astronomisches publikum zu halten. Ich musste recht viel ummodeln und ich bin immernoch nicht zufrieden. Dabei bin ich auf ein nettes Tutorium gestoßen wie man mit Photoshop eine Galaxie zeichnet. Das ist nämlich verdammt schwer. Hier gibt es das tutorial und ja es sieht dort immernoch besser aus als bei mir, aber ich bin in Photoshop einfach nicht so bewandert und ich werde mit diesem Program auch nicht so wirklich warm. Ausserdem hab ich nur Photoshop Elements, da fehlen leider auch ein paar entscheidenende tools. Egal. Hier ist das Endprodukt (ich weiß in der Farbe war ich nicht wirklich kreativ, aber ich wollte das tutorial reproduzieren)…


…und hier hab ich das ganze gleich verwendet um eine Skizze unserer Milchstraße zu machen und die Kugelsternhaufen einzutragen. Das hab ich dann tatsächlich auch für den Vortrag verwendet. Es war also doch nicht ganz umsonst dieser Nachmittag…


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Hochzeit auf Italienisch

Oktober 16th, 2011

Ich war ja noch nicht auf vielen Hochzeiten. Da man in Deutschland den Polterabend erfunden hat um die Freunde abzuspeisen, bekommt man meistens nicht viel von Hochzeiten mit wenn man nicht gerade zum aller engsten Freundeskreis oder zur Familie gehört. Dazu kommt, das deutsche Hochzeiten in der Regen recht unspektakulär sind. Es geht aufs Standesamt und ein Wisch wird unterschrieben. In Italien ist das anders: Am Samstag um 11 Uhr trafen sich ca. die 200 rausgeputzte Italiener und 10 etwas verstörte ESO Studenten aus Ländern wie Chile, Australien, Brasilien, Tschechien und Deutschland, auf dem Piazza Acide de Gasperi in Gerenzano, einem kleinen Örtchen in der Nähe von Mailand. Ihr wisst ja, das ich eine Kirche nicht allzu oft von innen sehe und schon gar nicht während einer Messe. Wir hatten alle keine Ahnung wie das ablaufen sollte und so richteten wir uns einfach nach der Masse. Aufstehen, hinsetzen, aufstehen, singen, hinsetzen, beten, aufstehen, stehen, stehen, stehen, beten, … … usw… 1 1/2 h und das alles auf Italienisch :-D

Danach ging es ein Örtchen weiter in ein malerisches Schloss, wo es ein Buffet italienischer Köstlichkeiten und Sektempfang gab. Später wurde an Tischen platz genommen die nach Objekten des Messier Katalogs (Astronomiekatalog) benannt waren (habe ich erwähnt dass das Brautpaar aus zwei Astrophysikern bestand?) Es wurden unzählige Toasts ausgesprochen und sich durch vier Hauptgänge gefressen. Danach gab es ein Filmchen, einen riesigen Schokoladenkuchen, Espresso und Grappa und ein etwas seltsamer Tanzabschluss (er wurde nach Choreographie getanzt). Das Ganze war dann auch leider schon um 8 zu ende, aber es war auch ein verdammt langer Tag mit viel stehen, sodass wir um 10 total fertig in unsere Betten gefallen sind ^^

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      Das klingt doch sehr nett – also die Veranstaltung selbst, nicht...
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      lol ja sitz hier auch grad noch an einer rechnung die ich vor drei...
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